Gefahrenquellen

Zu tödlichen Fallen können werden: Gräben, Baugruben, Kellerabgänge, zu ebener Erde befindliche Kellerfensterschächte, Schwimmbecken und Gartenteiche ohne Sumpfzone.


Hier helfen Abdeckungen oder Ausstiegshilfen (schräggestellte Bretter mit Querleisten), also sogenannte Hühnerleitern bzw. Ziegelsteine, die auf jede Treppenstufe gelegt werden. So manche Igel wären nicht in irgendwelchen Kellerfensterschächten verhungert oder in Gartenteichen ertrunken, wenn diese kleinen Hilfsmaßnahmen beachtet worden wären. Länger lagernde Laub- oder Reisighaufen müssen vor dem Verbrennen (Osterfeuer) unbedingt umgesetzt werden. Sie können Igeln als Winterschlafplatz dienen oder von einer Igelmutter mit Jungen bewohnt sein. Sollte das beim Umsetzen bemerkt werden: Hände weg und alles unberührt lassen! Laubsauger und Laubbläser nehmen einerseits vielen Tieren die Nahrungsgrundlage weg, zum anderen Nistmaterial und Nistmöglichkeiten der Igel. Viele Laubsauger haben eine Häckselfunktion, gegen die Igelbabys und Säuglinge keine Chance haben.
Große Hunde können auch großen Igeln heftigste Bisswunden zufügen oder sie sogar töten.
Igel, die als Wurfgeschosse oder Fußball missbraucht wurden, haben diese scheußliche Aktion nicht überlebt.

Eine der häufigsten unnatürlichen Todesursachen, der unzählige Igel in Deutschland zum Opfer fallen, ist der Straßenverkehr (ca. 500.000 jährlich).

Schwerste Verletzungen erfolgen durch Rasenmäher, Rasentrimmer, Kantenschneider, Sensen, Mistgabeln, Rattenfallen, Stacheldraht, Schlingen, Netze, Abfackeln von Reisighaufen und Gartenabfällen und vielen anderen Dingen. Diese sind leider keine Seltenheit, sondern nehmen sogar an Intensität noch zu und bedeuten meist einen langen, qualvollen Tod, denn nicht jedes Tier wird gefunden.
Folgen: Aufgewetzte Rücken, halb abgetrennte Gesichter, abgetrennte Beine, Bein-, Wirbelsäulen-, Becken-, Kiefer- und Schädelbrüche. Die massenhaft aus den Fliegeneiern schlüpfenden Maden tun ihr Übriges.

                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                          Tötlich verletzter Igel durch eine Rattenschlagfalle
   
                                                                    

Verletzungen 111
0018 Rattenfallen verursachen schwerste oder gar tödliche Verletzungen. Sie sollten ca. 50 cm hoch aufgestellt werden, z.B. auf Mauern, Tische, Holzstapeln usw.
       SAM 1416
 00006In Netze, Kinderfußballtore oder sonstigen Schnüren verfangen und strangulieren sich viele Igel oder Gliedmaße werden abgeschnürt.







0020Garten 035Maschdrahtzäune werden zu tötlichen Fallen. Sinnvoll sind einige Schlupflöcher durch hochbiegen des Drahtes damit der Igel durchkriechen kann. Ideal ist natürlich ein wie im Bild dargestellter Jägerzaun. Hier hat der Igel freien Durchgang.


0012Auch bei Baugruben, Keller- oder Lichtschächte kann eine "Igelleiter" Leben retten.






Igel sind neugierig, was gelegentlich zu brenzligen Situationen führt. Der Igel ist nicht in der Lage seinen Kopf aus einem Becher oder Dosen zu befreien. Becher

Vorsicht beim Anzünden von Gartenabfällen (eigentlich nicht erlaubt) oder dem traditionellen Osterfeuer. So mancher Igel ist darin qualvoll verbrannt. Die Haufen sollten unbedingt vorher per Hand umgeschichtet werden.                                                                                          
0015

                                                    Gegen dieses Schneidegerät hat der Igel keine Chance.

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