Afrikanischer Weißbauchigel ( Atelerix (Erinaceus) albiventris )

Was Gott schuf glaubt der Mensch sich in unglaublicher Weise untertan machen zu müssen.

Ein Wahnsinn, der jegliche Zeit überdauert hat und dem auch in Zukunft keine Grenzen gesetzt werden aus Mangel an Ehrfurcht vor den Mitlebewesen.

Wir fordern 

den ursprünglich aus Afrika stammenden Weißbauchigel unter Schutz zu stellen.
In Deutschland wird er seit Jahren in Massen gezüchtet, verkauft, in Pappkartons verschickt und fristet ein elendes Dasein in Käfigen und Terrarien.

Diese nicht artgerechte Haltung ist schwere Tierquälerei.


 


  


 

Wir appellieren an alle Tierfreunde

 

Kaufen und/oder züchten Sie keine exotischen Igel !!!!!

Bereits vor 20 Jahren wurden, ohne an die Konsequenzen zu denken, Weißbauchigel als Haustiere in die USA importiert und in großem Stil nachgezüchtet. Dessen nicht genug wurden sie auf kleinere Größen gebracht und man verpasste ihnen die unterschiedlichsten Farbnuancen.
Heute kümmern sich in den USA Schutzorganisationen um die hilfsbedürftig gewordenen Tiere, weil man ihrer schon lange überdrüssig geworden ist.

Vor ca. 10 Jahren ist leider dieses „Hobby" nach Deutschland übergeschwappt mit den Konsequenzen, dass die ersten Weißbauchigel an Igelstationen abgegeben werden.
Es ist wie mit den Tieren unter dem Weihnachtsbaum. Gedankenlos zugelegt und als Wegwerfware ausgesetzt oder ins Tierheimen gebracht, weil man keine Zeit mehr hat, kein Interesse, andere Vorstellungen hatte, Kostenprobleme, die Haltung problematisch wurde usw. usw.

Egal welche Igelart:
Sie sind als Kuschel-, Schmuse- und Haustier völlig ungeeignet.
Ihre Haltung ist wider der Natur.

Wie der europäische Braunbrustigel haben auch die exotischen Igel einen großen Bewegungsradius, der nicht im Geringsten durch gelegentlichen Freilauf in der Wohnung oder einem Laufrad kompensiert werden kann.

Auch Weißbauchigel sind Wildtiere, nachtaktiv, bauen sich Nester aus Naturmaterialien, sind scheu, Einzelgänger und rollen sich bei Gefahr zu einer Kugel (mittels eines starken Ringmuskels) ein. .

Leichte Unterschiede liegen in der Zahnstellung, ferner durch das Vorhandensein von nur 4 statt 5 Zehen an den Hinterfüßen.
Während der einheimische Igel bei ausreichender Kälte einen Winterschlaf bis zu 5 -6 Monaten hält, kann der Weißbauchigel für mehrere Wochen trotz ausreichender Nahrung bei höheren Temperaturen in eine Winterruhe fallen.

Identisch bei beiden Arten ist die Tragezeit von etwa 35 Tagen, die Säugezeit von ca. 40 Tagen, die Wurfgröße von 3 bis 6 Babys, das Aussehen und Aufwachsen der Jungen, wie das Verhalten der Igelmutter gegenüber ihrem Nachwuchs.
Bei der natürlichen Nahrungssuche legen auch Weißbauchigel große Strecken zurück (siehe weissbauchigel.we.funpic.de ). Ihre bevorzugte Nahrung besteht aus Lebendfutter wie Heimchen, Grillen, Zophobas Larven, Mehlwürmer.
Nur Katzentrockenfutter zu verabreichen geschieht aus reiner Bequemlichkeit, aus Kostengründen oder weil die Tiere nicht riechen.

Im Aussehen sind sie unserem einheimischen Igel nicht unähnlich, außer dass sie etwas kleiner sind und nicht ganz so schwer (obwohl es auch bei den einheimischen Igeln kleine Exemplare gibt).
Die geringe Größe der Weißbauchigel ist allerdings auch ein „ZUCHTERGEBNIS", wie die als schick geltenden, unterschiedlichsten „FARBNUANCEN".

Krankheiten:

Das „Wobbly Hedgehog Syndrom (WHS) befällt nur Weißbauchigel. Eine immer tödlich endende Krankheit. Nachzulesen bei Pro Igel.
Wissenschaftlich fundiert ist es eine genetisch bedingte Krankheit, deren Ursache nicht geklärt ist. Da sie nicht bei jedem Weißbauchigel erkennbar ist, wird sie durch Zucht immer weiter verbreitet.

Ferner neigen Weißbauchigel vermehrt zu Tumorbildungen.

Auf einigen Züchterseiten werden Bilder kranker Igel gezeigt,

z.B. ein Muttertier hat ihrem Jungen das Bein abgebissen. Nicht ungewöhnlich,

denn Igel sind Einzelgänger.

Entzündete Augen und eiterige Körperöffnungen durch Kleintierstreu.

Dicke Beinchen durch Umwicklung mit Heu.

Offene Wunden durch Milbenbefall (Kleintierstreu)

Die Dunkelziffer der in Not leidender ist leider nicht bekannt.

 

Warum ist es notwendig auf Kosten der Tiere jede neue Trendlinie mitzumachen.
Warum nimmt man den Tod oder das Leid der Tiere billigend in Kauf durch Importe, unterstützen? Überzüchtungen, Inzuchten und daraus resultierenden Krankheiten?

 

 

Einige Bemerkungen zum Afrikanischen Weißbauchigel und zur Problematik  seiner Haltung in Gefangenschaft
 

 Erfahrungsbericht von Dr. Ditte und Giovanni Bandini


 Abzurufen Unter Merkblätter bei Pro Igel
(Hier klicken)