Verletzungen
In diesem Kapitel wird Ihnen ein unangenehmes aber äußerst wichtiges Thema vorgestellt.
Gleich zu Beginn sei darauf hingewiesen, dass die folgenden Bilder zur Darstellung der Problematik sehr grausam erscheinen, aber notwendig sind. (Alle Fotos von Rosemarie Adam).
Zart Besaitete sollten sich diese Fotos nicht ansehen.
Das Grausame an allem ist, dass diese schwerst verletzten Igel, die Sie sehen werden, immer noch leben und einen qualvollen Tod sterben, wenn sie nicht rechtzeitig gefunden werden um ihnen helfen zu können.
Trotz dieser schwersten Verletzungen jammern diese Tiere nicht, sie stöhnen nicht, sie schreien nicht, sie wimmern nicht.
Sie ertragen diesen enormen Schmerz in ihrer eigenen Stille.
Es sei darauf hingewiesen, dass alle Igel aus hauseigenen Gärten kamen.
Zur Vorgeschichte:
Alle Jahre wieder mit steigenden und schwerwiegenderen Tendenzen.
Während der gesamten aktiven Gartenzeit, besonders aber im Frühjahr und Herbst, wenn der Garten für die entsprechende Jahreszeit hergerichtet wird, besteht für die Igel eine besonders große Gefahr.
Akribisch
durchgeführten Arbeiten mit Rasentrimmern, Tellersensen, Motorsensen,
elektrischen Heckenschneidern, ausgelegten Netzen, Mistgabeln oder Forken (zum
Umsetzen des Komposts) führen zu schwersten Verletzungen.
Laubsauger
und Laubbläser nehmen die Nahrungsgrundlage vieler Tiere, zum anderen
Nistmaterial und Nistmöglichkeiten der Igel.
Viele Laubsauger haben Häckselfunktion, Igelbabys und Säuglinge haben dagegen keine Chance.
Ungesicherte Kellerabgänge und Kellerfensterschächte werden zu tödlichen Fallen in denen die Igel verhungern und verdursten.
Große Hunde können auch großen Igeln heftigste Bisswunden zufügen oder sie sogar töten.
Igel, die als Wurfgeschosse oder Fußball missbraucht wurden haben diese Aktionen nicht überlebt.
Verbotenes Abfackeln von länger gelagerten Gartenabfällen und die alljährlichen Osterfeuer, werden Igelmüttern mit ihren Jungen oder Winterschlafenden Igeln zum Verhängnis, sie verbrennen bei lebendigem Leibe oder hinterlassen schwerste Brandwunden.
Die hunderte und tausende aus den Fliegeneiern geschlüpften Maden tun ihr Übriges.
Diesem Igel wurde mit einer Maschine die Haut vom Körper gerissen. Der Igel lebte noch als er zu uns kam.


